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Die Klasse der blinden Kinder hat mit ihrem Lehrer eine CD aufgenommen:

 

 

Name der Musikgruppe: Elikya

 

 

Titel der CD: Elikya – Ein Ende derTränen

 

 

 

 

 

Übersetzung aus dem Französischen: Edeltraud Strugholtz

 

 

 

 

 

 

Lied 1: Gott liebt uns unendlich

 

  

 

Refrain: Jesus, mein Herr.

 

  

 

Viele Leute fragen mich, warum ich blind geboren wurde.

 

 Meine Eltern und Geschwister haben mich verlassen.

 

Sie sperren mich im Zimmer ein.

 

 

Sie geben mir zu essen, so wie sie einem Tier zu fressen gäben.

 

 

Sie schämen sich meiner vor ihrer Familie.

 

 Sie verweigern mir ihre Liebe.

 

In der Gesellschaft bin ich an allem schuld.

 

 

Ich gelte als Hexe, Bettler und als Nichtsnutz.

 

 Sprachlos bin ich vor Tausenden und vor immer der gleichen Frage.

 

Meinem traurigen Schicksal bin ich überlassen.

 

 

Mein Leben hat doch keinen Sinn.

 

 Besser wäre es, zu sterben.

 

In dieser lieblosen Welt blicke ich zum Himmel. Doch ich sehe nichts!

 

 

Nichts, rein gar nichts. Nur Dunkelheit.

 

 Ich frage mein Herz:

 

Warum nur bin ich blind geboren?

 

 Haben meine Eltern gesündigt? Oder meine Vorfahren?

 

Oder ich selbst?

 

 Und mein Herz antwortet mir:

Du bist blind,

 

damit die Werke Gottes durch Dich offenbar werden.

 

 

Oh! Welche Freude, das zu wissen.

 

 

Da finde ich von Neuem meine Würde.

 

 

Denn Gott liebt dich unendlich!

 

 

Diese Sicherheit macht uns zu allem fähig.

 

 Dazu aber brauchen wir Eure bedingungslose Liebe.

 

Nur mit dem Herzen sieht man wirklich gut.

 

 

Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

 

 

 

Text: Daniel Dipinda (Papa Dallo), Melodie: Gracien und Cie

 

 

 

 

Lied 2: An Euch, meine Eltern

 

 

 

Oh mein Vater,

 

 

Oh meine Mutter,

 

 

Ihr, meine Geschwister,

 

 

Ich denke an den unvergesslichen Tag

 

 

als man Euch sagte, dass ich nie wieder sehen könne.

 

 

An jenem Tag habt Ihr Tränen der Verlassenheit und der Verzweiflung vergossen.

 

 

Ihr wusstet ja genau, was Ihr mit mir machen würdet.

 

Klar, das war ein Schock für die ganze Familie.

 

Immer wieder neuen Streit, immer wieder die gleiche Frage,

 

 

woher ich meine Behinderung bekommen hätte.

 

 

Eure Freunde haben Euch schwere Vorwürfe gemacht,

 

 

Ihr selbst wäret daran schuld.

 

 

Das hatte unsere ganze Familie aus dem Gleichgewicht geworfen.

 

 

Ihr wolltet Euch sogar scheiden lassen.

 

 

Und bei allem hattet ihr dann die Absicht,

 

 

meinem Leben ein Ende zu setzen.

 

Gott aber hat Euer Herz angerührt, er hat Euch Seine bedingungslose (unvergängliche) Liebe spüren lassen.

 

So wurde ich für Euch

 

 

ein Kind, wie es die anderen sind.

 

 

Ihr habt mir die Brust meiner Mutter nicht verwehrt.

 

 

Ihr habt über meine Schritte gewacht,

 

 

Ihr habt mich an der Hand gehalten

 

 

und zur Schule begleitet.

 

Ihr habt mir geholfen, auf erste Geräusche aufmerksam zu werden,

 

mit Eurer Stimme und dem Klatschen Eurer Hände.

 

 

So habt Ihr mein Gehör geschult,

 

 

so habt Ihr mich in die richtige Richtung gelenkt.

 

 

Dann bekamt Ihr durch meinen Schulbesuch neue Hoffnung,

 

 

dass Euer Kind der Gesellschaft doch noch etwas nutzen würde,

 

 

trotz seines Handicaps.

 

Ja, für Eure Ehre werde ich kämpfen,

 

denn Ihr habt Euch meiner nicht geschämt.

 

 

Ihr habt mich Euren Freunden vorgestellt,

 

 

all das, was Ihr für mich getan habt, trage ich wie ein Siegel in meinem Herzen.

 

Danke, Vater, danke, Mutter!

 

Immer werde ich Euch dankbar sein!

 

 

Oh, meine lieben Eltern, bleibt frohen Mutes!

 

 

Unendlich danke ich Euch!

 

 

 

Text: Daniel Dipinda (Papa Dallo), Melodie: Gracien und Cie

 


 

 

Lied 3: Diese meine sehenden Hände

 

 

 

 

Refr.: Mit den Fingern sehen, heißt nicht unmittelbar sehen. Man sieht nicht so spontan, man sieht auch nicht so schnell,

 

 wie man mit den Augen sehen würde. Doch immerhin, man sieht!

Schaut Euch meine Hände an.

 

Sehen sie nicht genauso aus wie Eure?

 

 

Oh, welch ein Geschenk!

 

 

Welch große Liebe bedeutet das für mich!

 

Dank unserer Hände sind wir nicht mehr doppelt behindert.

 

Wir können lesen, schreiben, rechnen,

 

 

wir können all das ertasten, was uns umgibt.

 

Dank unserer Hände können wir auch mit den andern spielen,

 

wir erleben die Fülle und die Güte Gottes.

 

 

Wir spüren sie jeden Augenblick,

 

 

wie dankbar sind wir darum!

 

 

Seinen Namen singen wir ohne Ende,

 

 

und allen rufen wir zu:

 

 

Liebt Gott, denn Er ist die Liebe!

 

 

 

Text: Daniel Dipinda (Papa Dallo), Melodie: Gracien und Cie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lied 4: Großzügiges Herz

 


 

 

Refr.: Oh! Auf den Straßen der Welt seid Ihr mir begegnet. Ich saß auf dem Rücken meiner weinenden und trostlosen Mutter

 

 

und hielt meine Hand bettelnd auf.

 

 

Doch in Euch sprach eine kleine Stimme.

 

 

Euer Blick traf mich,

 

 so, als wolltet Ihr mich auf den Weg der Hoffnung führen.

 

Danke sagen wir unseren Lehrern und Betreuern,

 

 

und Euch allen,

 

 

die Ihr so einen noblen Beruf gewählt habt.

 

 

Durch diese Zeilen soll unser tiefster Dank zum Ausdruck kommen.

 

 

Euer Herz war es, das gesprochen hatte

 

 

und es hört nicht auf, zu sprechen.

 

Es spricht so lange, bis dass auch wir lesen, schreiben und rechnen können,

 

bis dass die Welt, die uns umgibt, für uns erlebbar wird.

 

Unsere größte Ehrerbietung gilt LOUIS BRAILLE,

 

der eine Schrift erfunden hat, mit der wir die Welt betreten können.

 

 

Euch allen, Wohltätern und Menschen guten Willens,

 

 

welch großzügiges Herz hat Gott Euch gegeben!

 

 

Um uns helfen zu können, habt Ihr Entbehrungen auf Euch genommen.

 

 

Ob Ihr viel oder wenig geben konntet, darauf kommt es nicht an.

 

 

Es ist mehr Freude im Geben als im Nehmen.

 

 

Durch Eure wenn auch noch so kleine Geste

 

 

erweist sich Gott selbst die Ehre, die dann durch uns offenbar wird.

 

 

Dank Euch, Vertretern von Organisationen und verschiedenen Strukturen,

 

 

durch die uns Hilfe erreicht,

 

 

für eine immer bessere und gezieltere Ausbildung,

 

 

und für eine gelungene berufliche Integration.

 

 

Entwicklungshilfe der Vereinten Nationen
Europäische Kommission

 

 

Blindenvereinigung auf Weltebene.
Panafrikanische Blindenvereinigung.
Christoffel Blindenmission (CBM)
Internationaler katholischer Blindverband
Internationale Behindertenvereineigung
Zentrum für Behinderte Zentralafrikas (ACHAC)
Katholisches Blindenwerk
UNESCO
Verein Valentin Haiy (AVH)
Fokolar-Bewegung

 

 

Danke, danke, danke,

 

 

für alles, was Ihr für uns in die Wege geleitet habt.

 

 

Wir sind stolz auf all das,

 

 

wozu wir heute fähig sind.

 

 

Wir durften Eure unsagbar große Liebe erfahren,

 

 

die es uns erlaubt,

 

 

an einer brüderlichen Welt mitzubauen.  

 

 

 

Text: Daniel Dipinda (Papa Dallo), Melodie: Gracien und Cie

 

 

 

 

 

 

 

Lied 5: Schluss mit dem Gejammer

 


 

 

 

Ref.: Schluss mit dem Gejammer! Wir sind befreit! Jesus öffnete uns den Himmel! Keine Macht, im Himmel,

 

 

auf der Erde oder unter der Erde kann uns noch aufhalten!

 

 

Die ganze Erde wurde erlöst durch Seinen Schrei der Verlassenheit, durch den wir in die Hände des Vaters gelangten.

 

 

Keine böse Gewalt hat nunmehr Macht über uns, da wir an Ihn glauben.

 

Bewohner der Erde, ruft es aus vor Freude, dass wir zu einer einzigen Familie geworden sind. Wir alle sind Kinder

 

eines einzigen Vaters, denn Jesus hat alle Barrieren zusammenbrechen lassen, die uns voneinander trennten.

 

Von jetzt an zählt es nicht mehr,

 

ob einer reich oder arm,

 

 

hässlich oder hübsch,

 

 

ein Freier oder ein Sklave ist.

 


Text: Daniel Dipinda (Papa Dallo), Melodie: Gracien und Cie


 

 

 

Lied 6: Eine verkehrte Welt

 

  

 

 

 

Refr.: Wir wollen keine Einsamkeit, damit wir nicht mehr in unsere Dunkelheit stürzen.

 


 

 

Wenn wir die Welt betrachten,

 

 in der wir leben,

 

hat man den Eindruck,

 

 

dass sie gar nicht existiert,

 

 

dass man in ihr nicht wohnen kann.

 

 

Dennoch gibt es die Welt und sie ist bewohnt.

 

Und es stellt sich die Frage:

 

Warum gibt es das Elend, warum das Leid,

 

 

warum gibt es Naturkatastrophen und warum Krankheiten?

 

 

Woher kommt das alles?

 

 

Es sind ja diese Übel, die auch Behinderungen verursachten.

 

 

Und genau darum befinden wir uns in diesem Zustand.

 

Kommt, kommt zu uns. Eure Gegenwart tröstet uns.

 

Wir vertrauen Euch.

 

 

Nehmt uns an Eure Hand,

 

 

um uns zum Weg der Hoffnung zu führen.

 

 

Unsere Dunkelheit wird sich in Licht verwandeln,

 

 

zum Wohle der Menschheit.

 

 

 

 

Text: Daniel Dipinda (Papa Dallo), Melodie: Gracien und Cie

 

   

 

Lied 7: Wir sind Geschwister

 

 

 

Schmutzige Wäsche wäscht man zu Hause, aber nicht im Blut!

 

 

Ob Du Kongolese, Ruander, Ugander bist,

 

 

wir alle sind Geschwister, Kinder aus Afrika.

 

 

Warum gibt es Kriege, Gewalt, Hass, Rache,

 

 

Tribalismus und Bananenpolitik unter uns.

 

 

Alle diese Dinge bewirken das Gegenteil des Fortschritts,

 

 

sie führen uns immer tiefer in den Tunnel.

 

 

Und genau darum sind unsere Kinder traumatisiert,

 

 

der Hunger reißt uns dahin.

 

 

Krankheiten überfallen uns,

 

 

zerstreut wurden wir in alle Welt.

 

 

Hilflos assistieren wir an der Zerstörung unseres Landes,

 

 

der Plünderung unserer Bodenschätze,

 

 

an der Flucht der Intellektuellen aus unserem Land.

 

 

Das ist der Grund, warum unser Land hinten ansteht.

 

 

Wie soll man denn Gewalt durch neue Gewalt bekämpfen können?

 

 

Wie soll man Ungerechtigkeit durch  neue Ungerechtigkeit bekämpfen können?

 

 

Die Gerechtigkeit, die Gewaltlosigkeit und der Friede gehören zu kulturellen Werten,

 

 

sie müssen erbaut, gelehrt und verstanden werden.

 

 

Lehren wir sie unsere Kinder, um zu einem wahren und dauerhaften Frieden zu gelangen.

 

 

Hören wir damit auf, die Trennungen unter uns zu fördern, fördern wir vielmehr, was zur Einheit führt.

 

 

Hören wir damit auf, den Hass zu vermehren, setzen wir hingegen auf die Liebe.

 

 

Hören wir auf, Rache zu suchen, setzen wir vielmehr auf Verzeihung und Versöhnung.

 

 

 

 

 

 

Lied 8: Die Freude, eine Familie zu sein

 

Ja, ich weiß es, die Welt ist schlecht.

 

 

Ja, ich kenne das Lebensprinzip: „Jeder ist sich selbst der Nächste“.

 

 

Von nichts kommt nichts, heißt es ja.

 

 

Ich selber muss eine gute Wahl treffen und gradlinig gehen.

 

Um mich nicht zu beugen,

 

will ich alles daran setzen, dass die Welt zu einer Familie wird.

 

 

In allem, was ich erlebe,

 

 

in allem, was ich tu,

 

 

geht es mir darum, mit allen wie in einer Familie zu leben.

 

 

Daraus erfährt man die größte Freude.

 

 

Warum die Mitmenschen schlecht behandeln?!

 

 

Schenke ihnen lieber ein tröstendes Wort,

 

 

ein Lächeln, das sie ermutigt,

 

 

einen Gruß, der ihnen Hoffnung gibt.

 

 

Es gibt keine größere Freude,

 

 

als mit allen wie in einer Familie zu leben.

 

 

In einer Familie, da hat man sich gern.

 

 

In einer Familie hört man aufeinander.

 

 

In einer Familie erträgt man sich, man spricht miteinander und man verzeiht einander.

 

 

Darin besteht die Freude, in einer Familie zu leben.

 

 


 

 

 

 

Lied 9: Meine Mutter sagt mir ....

 

 

(oder: Das Testament meiner Mutter)

 

 
 

 

Inki mutindu mutavutula mbi na mbi

 

Wie kann man Böses mit Bösem vergelten?

 

Vor ihrem Tod sagte meine Mutter zu mir:

 

 

„Mein Sohn, lass Dich nicht von den Schwächen besiegen, sei stark und widerstehe dem Bösen.

 

 

Mein Scheiden soll niemals ein Grund dafür sein, dass Du die Arme herunterfallen lässt. Behalte den Mut,

 

 

mein Sohn, und sei unerschütterlich.

 

 

Da wir uns jetzt verabschieden müssen und weder Du noch ich diese Trennung erwünschten, bitte ich Dich,

 

 

allen Prüfungen, die auf Dich zukommen werden, die Stirn hinzuhalten.

 

Aus allem, was Du bisher an Widerwärtigem erfahren hast, ziehe ich für Dich die Konsequenz, und sie sei

 

mein Testament: Tu so etwas nie den anderen an!

 

Wenn Du mich wirklich liebst und wenn Du mich weiterhin lieben willst, bitte ich Dich, an niemandem jemals

 

 

Rache zu üben, immer zu verzeihen und das Böse zu vergessen, was man Dir angetan hat.

 

Erschrecke nicht über die Art meines Sterbens. Das Leben ist ein Übergang, und genauso ist es der Tod.

 

Auf jeden Fall werde ich nun sterben. Vermeide und verbanne in Dir jeden Geist der Rache.

 

 

Ich weiß, es ist nicht leicht. Doch alles ist möglich für den, der die Liebe lebt und die Dinge aus Liebe tut, für den,

 

der an einer Welt baut, die für den Frieden lebt.

 

Jedem Mitmenschen gegenüber habe eine Haltung der Liebe. Sei stark und finde mich in Deinen Mitmenschen,

 

 

bis wir die Freude haben uns wiederzusehen.

 

 Selig, die Friedenstifter. Sie sind es, die am meisten zu Dir stehen, so wie es Deine Mama tut.

 

 

 

 

Lied 10 : KISALU BAKABA (kikongo)

 

 

 

 

Jedem seine Arbeit.

 

 

Du bist der Chef, wir sind das Volk.

 

 

Du bist der Arzt, wir sind die Kranken.

 

 

Du bist der Lehrer, wir die Schüler.

 

 

Jedem das Seine hier auf der Erde.

 

 

Du, Minister, Maurer, Abgeordneter,

 

 

Und Du, der Arzt,

 

 

wenn Du meinen Bruder behandelst

 

 

und Deine Arbeit mit ganzem Herzen verrichtest,

 

 

dann wird unser Land sich verändern.

 

 

Es gibt den Maurer, den Schreiner, die Abgeordneten,

 

 

und dann gibt es den Staatschef.

 

 

Doch ich bin verwundert darüber, dass ein Maurer neidisch auf den Schreiner ist, ein Abgeordneter, der unbedingt Minister sein will, ein Minister, der unbedingt Staatschef sein will.

 

 

Würde jeder seine Arbeit GUT verrichten, das, was er zu tun hat,

 

 

dann würde die Entwicklung  des Landes voranschreiten.

 

 

Lüge ich etwa? Nein! Ich habe recht: Unser Land würde sich verändern!

 

 

 

 

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